Veronika Carstens gestorben

Veronica Carstens, die Frau des früheren Bundespräsidenten Karl Carstens, ist im Alter von 88 Jahren in Bonn gestorben. Das teilte die Karl und Veronica Carstens-Stiftung mit.

Veronica Carstens hatte sich jahrzehntelang für die Naturheilkunde eingesetzt. Sie habe sich als Vermittlerin zwischen Schulmedizinern und Komplementärmedizinern verstanden und Naturheilverfahren wie Homöopathie in Deutschland salonfähig gemacht und unterstützt.

Die Ärztin wurde 1923 in Bielefeld geboren und galt als Pionierin der integrativen Medizin. “Der Arzt der Zukunft soll zwei Sprachen sprechen – die der Schulmedizin und die der Naturheilkunde und Homöopathie”, hatte sie einmal gesagt. Im Einzelfall müsse nach den besten Heilungschancen behandelt werden.

Carstens war seit 1944 mit dem Juristen und späteren Bundespräsidenten Karl Carstens (1914-1992) verheiratet. Nach ihrem Medizinstudium eröffnete sie in Meckenheim bei Bonn eine internistische Praxis, die sie ungeachtet der Präsidentschaft ihres Mannes (1979-1984) weiter führte.

Vor 30 Jahren gründete das Paar die Karl und Veronica Carstens-Stiftung, um der Naturheilkunde mit wissenschaftlichen Ergebnissen zum Durchbruch zu verhelfen. Bis heute hat die Stiftung nach eigenen Angaben mehr als 30 Millionen Euro für die Forschung zur Verfügung gestellt.

Deutsches Bundesverdienstkreuz für Münchner Homöopathen

Für seinen Einsatz für die Homöopathie erhält der Münchner Arzt und Homöopath Dr. Wolfgang Springer das deutsche Bundesverdienstkreuz

Dr. Wolfgang Springer hat Mitte Januar in München vom bayerischen Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber das Bundesverdienstkreuz überreicht bekommen. In der Laudatio heißt es: „Dr. Springer ist ein international bekannter und geachteter Arzt und Fortbilder. Durch seinen Einsatz für die Homöopathie in Deutschland hat er sich herausragende Verdienste erworben.“

“Ich habe diese Ehrung sehr gerne entgegengenommen“, sagte Wolfgang Springer nach der Auszeichnung, „insbesondere im Namen all der Kolleginnen und Kollegen im Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte, die sich ebenso über Jahre oder Jahrzehnte für eine hoch qualifizierte ärztliche Homöopathie eingesetzt haben. Besonders freut mich, dass damit auch eine Anerkennung der Homöopathie verbunden ist, die für eine zeitgemäße medizinische Versorgung der Bevölkerung unabdingbar ist.“

Dr. Springer war 1988 Gründungsmitglied und von 1989 bis 1997 zweiter Bundesvorsitzender der Hahnemann-Gesellschaft. Die Hahnemann-Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Homöopathie zum Wohle der Patienten als moderne und zeitgemäße Medizinrichtung voranzubringen.

Der Münchner Arzt, so der bayerische Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber, habe sich auch in der homöopathischen Aus- und Weiterbildung in bemerkenswerter Weise verdient gemacht. „1985 war der Mediziner Mitbegründer des jährlich stattfindenden Dreimonatskurses, bei dem Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker in klassischer Homöopathie ausgebildet werden. Selbst lehrte er dort 23 Jahre lang.“

Für den Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) organisierte Dr. Springer 1996 mit großem Erfolg den Festakt 200 Jahre Homöopathie in der Paulskirche zu Frankfurt, sowie im Jahr 2005 den 60. Homöopathischen Weltärztekongress in Berlin. Cornelia Bajic, erste Vorsitzende des DZVhÄ gratulierte Dr. Springer zu dieser besonderen Auszeichnung: „Sie haben dazu beigetragen, dass wir heute da stehen, wo wir stehen. Wir danken Ihnen dafür, und freuen uns auch in der Zukunft auf Ihre inspirierenden Beiträge.“

Arzneimittel im Urlaub

Gerade im Urlaub kann es zu gesundheitlichen Problemen wie Magen-Darm-Beschwerden, Verletzungen, Insektenstichen oder Beschwerden durch zu viel Sonne kommen. Und oft ist es gerade im Ausland nicht einfach, rasch ärztliche Hilfe zu bekommen. Deshalb ist es ratsam, einige homöopathische Arzneien in Ihrer Reiseapotheke zu packen, damit Sie sich und Ihrer Familie rasch helfen können.

Hier ein Liste mit Arzneimittel, die sich im Urlaub bewährt haben und eine kurze Erläuterung zu ihrer Anwendung.

“Homöopathie im Urlaub” – Radio Salzburg am 13.7. um 16:00

Am 13. Juli  bin ich wieder zu Gast in Elfi Geiblingers Radiosendung “Gesund in Salzburg”  (um 16:00 auf Radio Salzburg). Entsprechend der Jahreszeit geht es um das Thema “Homöopathie im Urlaub”. Dabei werden wir über homöopathische Reiseapotheken reden.

Homöopathie auf Krankenschein

In der Schweiz haben ein Bericht, der der Homöopathie wissenschaftliche Effektivität bescheinigt und ein Volksentscheid dazu geführt, dass ab 2012 die Kassen homöopathische Behandlungen bezahlen. Nennenswerte Mehrkosten für das Gesundheitssystem seien nicht zu erwarten.

Viele Homöopathen wünschen sich eine Neuregelung der Kostenrückerstattung auch in Österreich: Konkret fordern sie eine eigene Tarifposition der Krankenkassen. So könnten sich mehr Patienten als bisher die Homöopathie leisten.

Die Krankenkassen übernehmen zwar die Kosten für die homöopathischen Arzneien und zahlen auch einen Teil des Arzthonorars zurück – aber nur auf Grundlage des ärztlichen Gespräches der Vertragsärzte. Das ist deutlich weniger als die Patienten beim Homöopathen bezahlen. Hier kostet ein Erstgespräch, das eineinhalb bis zwei Stunden dauert, zwischen 120 und 250 Euro.

Ein solches ausführliches und zeitintensives Erstgespräch ist Grundvorausetzung, damit eine homöopathische Arznei verschrieben werden kann, die exakt auf die Ganzheit des Patienten mit seinen körperlichen, seelischen und geistigen Eigenheiten passt.

Alternativmedizin kommt wieder in die Schweizer Grundversicherung

Die Homöopathie, die anthroposophische Medizin, die Neuraltherapie sowie die Phytotherapie und die Traditionelle Chinesische Medizin werden in der Schweiz ab 2012 wieder Teil der Grundversorgung. Diesen Entscheid hat der amtierende Gesundheitsminister Didier Burkhalter entgegen den Empfehlungen der Eidgenössische Kommission für Leistungen und Grundsatzfragen (ELGK) erlassen.

Der frühere Gesundheitsminister Pascal Couchepin hatte diese fünf komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden 2005 aus dem Leistungskatalog gestrichen. Bei einer Volksbefragung, der sogenannten Komplementärmedizin-Initiative, sprachen sich die Schweizer 2009 aber zu zwei Dritteln für die Alternativmedizin aus.

Im Gegenzug verlangt Minister Burkhalter von den Vertretern der alternativen Behandlungsmethoden, die offenen Fragen bezüglich der Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW-Kriterien) bis Ende 2015 zu klären.

Deutsche Online-Umfrage zeigt: Patienten mit Homöopathie sehr zufrieden

Homöopathie ist bei Patienten sehr beliebt. Das zeigt eine Online-Umfrage der deutschen Betriebskrankenkasse BKK Gesundheit. Demnach gaben 78% der mehr als 2.000 Befragten an, dass sie homöopathische Arzneien für sich und ihre Familienangehörigen nutzen. Rund 68% haben sich zudem bereits einer homöopathischen Behandlung unterzogen.

„Entgegen zahlreicher Veröffentlichungen, die die therapeutische Wirkung der Homöopathie infrage stellen, belegt die Online-Umfrage eindeutig, dass die Verbraucher an die Wirksamkeit der Homöopathie glauben“, heißt es dazu von der Betriebskrankenkasse. So gaben 83 % der gesamten Verwendergruppe an, dass sie an die therapeutische Wirkungskraft homöopathischer Arzneimittel und Behandlungsmethoden glaubt.

Zudem zeigten sich mehr als 50% der Nutzer „sehr zufrieden“ und 30% „zufrieden“ mit der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Mittel. Lediglich 3,3% antworteten mit „nicht zufrieden“. „Bei der hohen Zufriedenheit spielt sicherlich eine entscheidende Rolle, dass herkömmliche Arzneimittel oftmals Nebenwirkungen haben“, so die BKK.

Medizin braucht Vielfalt

Nach Ansicht des Chefs der deutschen Bundesärztekammer Jörg-Dietrich Hoppe sollten alternative Heilmethoden stärker in die medizinische Versorgung integriert werden.

Nach Ansicht von Professor Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der deutschen Bundesärztekammer, braucht Medizin Vielfalt – und dazu gehört auch die Komplementärmedizin. Vertreter der Schulmedizin und Naturheilkunde täten sich aber nach wie vor damit schwer, “zum Wohle des Patienten zusammenzuarbeiten”, so Hoppe. Naturheilkundliche Behandlungsformen seien Bestandteil des Gesamtspektrums der Medizin und eine stärkere Kombination mit der Schulmedizin wäre wünschenswert.

Ähnlich die Ansicht von Professor Stefan Willich von der Berliner Charité Klinik: Seiner Meinung nach profitieren auch Ärzte von einer stärkeren Zusammenarbeit von Schulmedizin und alternativer Medizin: “Eine Kooperation der beiden medizinischen Richtungen dient auch dem Erhalt der ärztlichen Therapiefreiheit und der Individualität in der Patientenbehandlung.” Eine Auswahlmöglichkeit stärke zudem die Eigenverantwortung der Patienten.

“Homöopathie” auf Radio Salzburg am 20. April

Am Mittwoch, dem 20. April, können Sie mich wieder von 16.00 bis 17.00 live auf Radio Salzburg in Elfi Geiblingers Sendung “Gesund in Salzburg”  zum Thema “Homöopathie” hören.

Sonderausstellung “200 Jahre Organon” in Ingolstadt

Vor 200 Jahren publizierte Samuel Hahnemann das „Organon der rationellen Heilkunde“, ein Grundlagenwerk der von ihm begründeten Homöopathie. Aus diesem Anlass zeigt das Medizinhistorische Museum in Ingolstadt vom 13. Mai bis zum 17. Oktober die Sonderausstellung „Homöopathie – 200 Jahre Organon“.

Im Zentrum dieser Ausstellung steht das 1810 veröffentlichte Original der Erstausgabe des „Organon“. Hahnemann hat dieses Werk mehrfach überarbeitet, die letzte Fassung (6. Auflage von 1842) ist heute noch eine wesentliche Grundlage für uns Homöopathen.

Daneben geben Originalbriefe aus der Korrespondenz Hahnemanns mit seinen Patienten Einblick in die Frühzeit der homöopathischen Behandlung und zahlreiche homöopathische Hausapotheken versetzen den Besucher in das 19. Jahrhundert zurück.

Das Angebot des Museums zum Organon-Jubiläum beschränkt sich aber nicht nur auf die Ausstellungsräume: Im Arzneipflanzengarten des Museums weisen „Globuli-Steckkugeln“ auf homöopathisch genutzte Heilpflanzen hin. Das Begleitprogramm bietet neben Führungen auch medizinhistorische Vorträge. Weitere Informationen unter www.dmm-ingolstadt.de