Aus meiner Praxis...
von Dr. Alexander Meisinger
Ab 1. Oktober 2008 wird mich Frau Ingrid Schwab als Sekretärin in meiner Ordination unterstützen. Sie wird sich täglich in der Telefonsprechstunde von 8:00 bis 9:00 um Ihre Anliegen kümmern und für Sie Termine für homoöpathische Konsultationen, Gesunden-Untersuchungen, Mutter-Kind-Pass Untersuchungen oder Impfberatungen vereinbaren.
Ich bin von 08.- 12.09.2008 auf Fortbildung. Frau Dr. Friederike Gubo wird mich in diesem Zeitraum telefonisch vertreten. Sie können sie täglich zwischen 08:00 und 09:30 unter 07672 2253622 erreichen. Frau Dr. Gubo hat auch Einsicht in meine Aufzeichnungen und wird Ihnen kompetent Auskunft geben.
Wann soll ich meinen Homöopathen kontaktieren?
von Dr. Christoph Abermann
Was soll ich bei einer Verschlimmerung meiner Beschwerden am Beginn der Behandlung tun? Was, wenn nach monatelanger Besserung meine Beschwerden zurückkehren? Was, wenn alte Beschwerden, die seit Jahren verschwunden waren, wieder kommen? Wie soll ich auf völlig neue Beschwerden reagieren? Ich möchte versuchen, Antworten auf diese in der täglichen Praxis häufig gestellten Fragen zu geben.
Der Beginn der Behandlung ist manchmal mit einer unangenehmen (aber meist harmlosen) Erstverschlimmerung verbunden. Meist müssen Sie dagegen nichts unternehmen , diese Verschlimmerung vergeht in der Regel von selber innerhalb weniger Tage, nur bei Hauterkrankungen (v.a. Neurodermitis) kann sie deutlich länger dauern.
Die ersten angenehmen Änderungen, die Sie im Laufe der homöopathischen Behandlung bemerken, betreffen häufig den Schlaf und die psychische Verfassung: Patienten berichten z.B. häufig: "Ich fühle mich ausgeglichener", "Ich ärgere mich weniger", "Ich habe weniger Probleme mit meinem Partner, mit meinen Kindern" oder Eltern erzählen über ein Kind: "Er spielt länger und ruhiger", "Sie schlägt andere Kinder weniger", "Er ist weniger ängstlich". Körperliche Beschwerden werden oft erst Wochen oder Monate später besser. Da brauchen Sie also unter Umständen etwas Geduld.
Grundsätzlich sollten Sie dann Ihren Homöopathen kontaktieren, wenn Beschwerden, die sich während der homöopathischen Therapie gebessert haben, wieder schlechter werden - egal, ob es sich dabei um Ihre ursprüngliche Hauptbeschwerde oder ein anderes Symptom handelt, aber auch dann, wenn die psychische Verfassung oder der Schlaf wieder schlechter werden.
Bei leichteren Akuterkrankungen wie grippalen Infekten empfehlen wir, vorerst nichts zu unternehmen oder nur Hausmittel anzuwenden (Wadenwickel, Zwiebelwickel bei Ohrenschmerzen etc. siehe den gesonderten Artikel über das Buch "Wickel, Tees und Globuli"). Fiebersenkende Schmerzmittel empfehlen wir nur bei sehr hohen Temperaturen und bei Schmerzen: am besten eignen sich hierfür Mexalen und Parkemed. Nureflex wirkt deutlich stärker und sollte erst bei Versagen der weniger starken Fiebersenker gegeben werden. Bei schwereren oder ungewöhnlich langen Verläufen akuter Erkrankungen, oder wenn Sie sich unsicher fühlen, nehmen Sie bitte Kontakt mit Ihrem Homöopathen auf. Selbiges gilt auch, bevor Sie ein Antibiotikum einnehmen, das die homöopathische Behandlung stören kann.
Wenn alte Beschwerden, die Sie seit Jahren nicht mehr hatten oder völlig neue Beschwerden auftreten, sollten Sie mit Ihrem Homöopathen dann wieder in Verbindung treten, wenn diese langwierig oder störend sind.
Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.
Wieviel Flüssigkeit braucht der Mensch?
von Dr. Alexander Meisinger
Wenn ich meine Patienten im Rahmen einer homöopathischen Anamnese frage, wieviel sie täglich trinken, bemerke ich häufig eine eigenartige Reaktion: der Blick wird gesenkt, der Kopf geschüttelt, mit einem Seufzer schließlich schuldbewußt die Antwort: “Viel zu wenig“. Ein schwerer Verstoß gegen das oberste Gebot der Wellness-Industrie: „Du sollst viel trinken“
Gebetsmühlenartig empfehlen nämlich Populärwissenschaft und Getränkelobby, möglichst viel zu trinken. 2-3l sollten es täglich sein. Unserer Gesundheit zuliebe, um den Stoffwechsel anzuregen, den Körper zu entgiften, die Haut zu straffen und um „überflüssige“ Kilos auszuschwemmen.
Das wissenschaftliche Fundament dieser Empfehlungen ist jedoch wackelig und in Fachkreisen schon lange umstritten. Kürzlich haben Dan Negoianu und Stanley Goldfarb, renommierte Nierenexperten von der University of Pennsylvania, nach einer Literaturrecherche Stellung bezogen. Nach ihrem Bericht ist es nicht bewiesen, dass eine erhöhte Trinkmenge die Entgiftungsleistung der Nieren steigere, vielmehr könne dadurch sogar die Filterkapazität der Nieren sinken. Es sei nicht einmal klar, ob gesunde Menschen, die ohne Durst trinken, die Flüssigkeit überhaupt in ihrem Körper behalten können. Die erhobenen Daten widerlegen darüberhinaus auch den Mythos der Hautstraffung ebenso wie den der Gewichtsreduktion.
Unbestritten ist natürlich die Wichtigkeit vermehrten Trinkens bei Harnwegsinfekten oder Nierensteinen (Spüleffekt) oder bei erhöhtem Flüssigkeitsbedarf wie bei Fieber. Auch Kinder oder Alzheimer-Patienten, die ihren Durst nicht gut wahrnehmen können, sollten zum Trinken animiert werden.
Übertriebene Flüssigkeitsaufnahme kann jedoch auch gefährlich sein und unter Umständen sogar tödliche Folgen haben. Denn durch Überwässerung sinkt die Natriumkonzentration im Blut ab, dadurch entgleist der Elektrolythaushalt und neurologische Störungen wie Übelkeit, Kopfweh, Verwirrungszustände oder schlimmstenfalls tödliche Hirnschwellungen sind die Folge. Todesfälle bei Marathonläufern, die vor und während des Wettkampfs große Flüssigkeitsmengen zu sich genommen hatten, haben diese Gefahr drastisch verdeutlicht.
Angesichts dieses Risikos eines zu niedrigen Natriumspiegels hat ein internationales Fachgremium im März ein «Consensus-Statement» veröffentlicht, in dem ausdrücklich vor einem übermäßigen Flüssigkeitskonsum vor, während und nach sportlichen Anstrengungen gewarnt wird. Das Gremium verzichtet zwar auf konkrete Empfehlungen zur Trinkmenge, doch rät es Sportlern, nur nach Massgabe ihres Durstgefühls zu trinken.
Wie viel Flüssigkeit braucht nun der nicht-Marathon-laufende Normalbürger? Schwer zu sagen, da auch das Trinkverhalten von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist. Tägliche Trinkmengen variieren bei Frauen um das Vierfache, bei Männern sogar um mehr als das Fünffache. Die Schweizer Gesellschaft für Ernährung (SGE) empfiehlt seit drei Jahren täglich 1 bis 2 Liter zu trinken.
Noch besser, als sich auf die Schweizer zu verlasssen, ist es jedoch, sich auf sein eigenes Durstgefühl zu verlassen. „Höre auf deine Körper“ - das Mantra von uns Homöopathen zeigt sich einmal mehr bestätigt.
Buchempfehlung "Wickel, Tees und Globuli"
von Dr. Christoph Abermann
Immer wieder werden wir mit der Frage konfrontiert, welche anderen therapeutischen Maßnahmen während der homöopathischen Therapie "erlaubt" sind. Dazu finden Sie einerseits im Abschnitt Heilungshindernisse unserer Homepage Informationen, ganz besonders möchten wir Ihnen aber ein neues Buch empfehlen: "Wickel, Tees und Globuli" (ISBN: 978-3-939749-01-1; etwa 9 Euro, 122 Seiten).
Die drei Autoren (Dr. S. Rabe: Kinderarzt; Dr. U. Riker, Internist; Dr. B. Vollmer, Gynäkologin) sind auch klassische Homöopathen und zeigen Möglichkeiten der Behandlung mit Hausmitteln im Falle von Akuterkrankungen auf: von Bindehautentzündung und Fieberblasen bis zu Durchfall und Wundbehandlung, aber auch unterstützende Maßnahmen bei einigen chronischen Erkrankungen wie Ekzemen, Hämorrhoiden oder Asthma.
Daneben listen sie noch bei jeder Krankheit spezifische Fragen auf, die Sie sich vor dem Anruf bei Ihrem Homöopathen stellen sollten, wenn diese Hausmittel für die Behandlung nicht ausreichen: Wo genau ist der Schmerz? Wohin strahlt er aus? Bessert Wärme oder Kälte? etc. Insgesamt vor allem für Eltern von Kindern, die in homöopathischer Behandlung stehen, ein sehr empfehlenswertes Buch.
Vorträge über Homöopathie und Impfungen
von Dr. Alexander Meisinger
Do, 02.10.08, 20:00, Bad Häring, Pfarrsaal: Homöopathie bei Kindern
Mo, 13.10.08, 20:00, Elixhausen, Ort noch unklar: Impfungen im Kindesalter
Mi, 14.01.09, 19:30, Henndorf, Pfarrsaal: Impfungen im Kindesalter
Weitere Vorträge sind in Planung - auf meiner Homepage finden Sie unter Vorträge die aktualisierten Vortragstermine.
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