Aus meiner Praxis...
von Dr. Alexander Meisinger
Mein Weihnachtsurlaub ist heuer vom 22. Dezember 2008 bis zum 4. Jänner 2009, mein erster Arbeitstag ist am Montag, dem 5. Jänner 2009.
Wie schnell wirkt die Homöopathie?
von Dr. Christoph Abermann
Verständlicherweise möchte man als Patient einen Anhaltspunkt, wie schnell die homöopathische Behandlung Wirkung zeigen wird.Die Antwort darauf ist jedoch schwierig, nur ein paar grundlegende Aussagen sind dazu möglich: Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen (z.B. Ekzeme, Asthma, Migräne, Depression, Rheuma), die schon seit vielen Jahren bestehen, können Sie nicht innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen eine deutliche Besserung erwarten, von Monat zu Monat sollten jedoch zunehmend kleine Fortschritte sichtbar sein, von Jahr zu Jahr sollen diese Fortschritte deutlich und groß sein.
Bei Akutkrankheiten (z.B. Grippe, Mittelohrentzündung, akute Durchfalls-erkrankung) tritt die Wirkung deutlich rascher ein, hier müssen die Beschwerden oft schon binnen weniger Stunden oder zumindest bis zum nächsten Tag besser werden, wenn die Arznei richtig gewählt wurde.
Viele Gummistiefel enthalten krebserregende Substanzen!
von Dr. Alexander Meisinger
Gummistiefel scheinen gerade für Kinder in der unseren niederschlagsreichen Breiten ein ideales Schuhwerk zu sein. Und welches Kind liebt seine bunten, oft mit lustigen Figuren geschmückten Gummitreter nicht? Kann der Spross doch schließlich nach Herzenslust und trockenen Fußes der Verlockung nach einer richtig tiefen Pfütze nachgeben...Doch die meisten Gummistiefel enthalten gesundheitsschädliche Stoffe! Öko-Test hat im Oktober 2007 15 Gummistiefel unter die Lupe genommen und in verschiedenen Testlaboren untersuchen lassen. Das erschütternde Ergebnis: 13 der 15 gestesteten Gummistiefel wurden als "ungenügend" bewertet, zwei als "mangelhaft". "Mangelhaft" als Bestnote für Gummistiefel - wie kann das sein?
Gummistiefel werden hauptsächlich in fernöstlichen Ländern wie China hergestellt und bestehen aus wasserabweisendem Kautschuk, formgebendem Calciumcarbonat und häufig auch aus PVC. Alle von Öko-Test untersuchten Produkte enthielten jedoch neben Spuren von bedenklichen Schwermetallen wie Blei, Arsen und Cadmium auch polyzyklische Kohlenwasserstoffe. In zwei Drittel der Gummistiefel wurden im Inneren (!) optische Aufheller gefunden und in 9 Stiefeln wurden Benzopyrene nachgewiesen.
Schwermetalle, polyzyklische Kohlenwasserstoffe und Benzopyrene sind deshalb äußert bedenkliche Substanzen, weil sie nachweislich krebserregend sind. Und sie gelangen über die schwitzenden Kinderfüße sehr leicht in den Körper.
Was können wir tun? Unseren Kindern Gummistiefel verbieten? Eine schwierige Frage! Sinnvoll ist sicherlich, dass Kinder Gummistiefel nur kurz tragen und dabei dicke Socken aus reiner Wolle anziehen. Reine Wollsocken saugen den Schweiß besser auf als Baumwollsocken und halten warm. Nach dem Tragen sollten die Stiefel gut ausgelüftet werden, um trocknen zu können. Dabei sollten Gummistiefel jedoch nicht auf einer Heizung getrocknet werden.
Öko-Test empfiehlt darüber hinaus, "ungenügend" und "mangelhaft" bewertete Gummistiefel zurück ins Geschäft zu bringen - damit die Hersteller den Druck vom Konsumenten zu spüren bekommen.
Wenn Sie hier klicken, bekommen sie nähere Information über die getesten Gummistiefel und ihre schlechten Noten.
Alle Jahre wieder - die Grippe-Impfung
von Dr. Nikolaus Kiendl
Bereits letzten Herbst hatten wir in einem Newsletter (November 2007) geschrieben, dass der Nutzen der vielbeworbenen Grippe-Impfung aus wissenschaftlicher Sicht höchst umstritten ist. In der offiziellen Todesursachenstatistik Österreichs wurde Grippe 2006 bei sieben Menschen und 2007 bei sechs Menschen als Todesursache angeführt [1]. Demgegenüber stehen beeindruckende Zahlen, die oft in den Medien kommuniziert werden, von Tausenden von Todesfällen, die durch flächendeckende Impfung verhindert werden könnten. Die solchen Zahlen zugrunde liegenden Studien weisen in der Regel gravierende methodische Mängel auf, die zu einer verzerrten Darstellung der Realität führen. Der bekannteste dieser Fehler ist der sogenannte Healthy-User-Effect: Gesunde Senioren lassen sich eher gegen Influenza impfen als chronisch kranke Senioren. Dies täuscht einen Effekt der Impfung vor, weil dann natürlich unter den geimpften (und gesünderen) Alten weniger sterben als unter den ungeimpften.
Diesbezüglich neu ist allerdings die Tatsache, dass sogar das Robert-Koch-Institut (die offizielle Einrichtung zur Überwachung und Erforschung von Krankheiten in Deutschland) zur Begründung seiner Empfehlung für die Grippeimpfung Erfolgsraten anführt, die auf höchst kuriose Weise errechnet wurden (mehr dazu hier)[1]
In Österreich ruft Prof. Ingomar Mutz, Vorsitzender des Impfausschusses des Obersten Sanitätsrats, Kinder- und Allgemeinärzte dazu auf, Eltern v.a. im Rahmen von Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen nahezulegen, ihre Kinder gegen Grippe impfen zu lassen. Die Impfung senkt bei Kindern zwar die Wahrscheinlichkeit, an Grippe zu erkranken, aber nicht die Wahrscheinlichkeit von schweren Verläufen mit Lungen- oder Mittelohrentzündung. Folgeschäden nach Grippeerkrankungen gibt es bei Kindern, auch bei schweren Verläufen, praktisch nicht. Die Impfung sei laut Mutz dennoch wichtig, weil Kinder ein entscheidener Faktor für die Ausbreitung von Grippe-Epidemien seien. Außerdem sei eine hohe Durchimpfungsrate in der Bevölkerung wichtig, damit im Falle einer Pandemie (= weltweiten Ausbreitung) die Herstellerfirmen nicht mit der kurzfristig erforderlichen Vervielfachung ihrer Produktionskapazität überfordert seien[3, 4].
Diese „soziale Komponente“ der Grippeimpfung für Kinder ist zwar eine Überlegung wert, jedoch überwiegt sie nach unserer Ansicht nicht die möglichen Risiken einer Impfung. So verdoppelt die Grippeimpfung z.B. bei asthmakranken Kindern die Wahrscheinlichkeit, im darauffolgenden Jahr einen hochakuten Asthmaanfall zu erleiden[5]. Weitere mögliche Nebenwirkungen der Grippeimpfung (nicht nur bei Kindern) sind u.a. akute allergische Reaktionen oder das Guillain-Barré-Syndrom (eine lebensbedrohliche Nervenerkrankung)[3]. Manche Patienten fühlen sich nach der Grippeimpfung über Wochen oder teilweise Monate „nicht richtig krank, aber auch nicht richtig gesund“, es sei, wie wenn „etwas stecke, aber nicht herauskomme“. Zu diesem Phänomen sind uns zwar keine Studien bekannt, aber man kann dies immer wieder von Patienten hören.
Neuere Studien nähren die wachsenden Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Grippeimpfung. So kam eine unlängst in der renommierten Fachzeitschrift „The Lancet“ veröffentlichte Studie zu dem Ergebnis, dass die Grippeimpfung keine Reduzierung von ambulant (also nicht im Krankenhaus) erworbenen Lungenentzündungen bei Senioren bewirkt [6]. Das heißt: Bei der Haupt-Zielgruppe (=ältere Menschen) der Impfung hat diese offenbar keinen Einfluss auf die häufigste Komplikation (=Lungenentzündung) der Grippe!
Zusammenfassend erscheint uns aufgrund der aktuellen Datenlage der Nutzen einer Grippeimpfung sowohl bei älteren Menschen (Hauptrisikogruppe) als auch bei Kindern und Erwachsenen äußerst fraglich zu sein.
Quellen:
[1]: Statistik Austria 2006, 2007
[2]: Arzneitelegramm 2008, 39, 101-2
[3]: Arzneitelegramm 2004, 35, 120-3
[4]: Ärztewoche 43/2008, S.12
[5]: Christy et al.: Arch Dis Child 2004, 89, 734-5
[6]: Jackson et al.: The Lancet 2008, 372, 398-405
Vorträge über Homöopathie und Impfungen
von Dr. Alexander Meisinger
Mi, 14.01.09, 19:30, 5302 Henndorf, Pfarrsaal: Impfungen im Kindesalter
Di, 24.03.09, 19:30, 6370 Reith, Kulturhaus: Impfungen im Kindesalter
Fr, 08.05.09, 20:00, 5113 St. Georgen, Pfarrsaal: Homöopathie bei Kindern
Weitere Vorträge sind in Planung - auf meiner Homepage finden Sie unter Vorträge die aktualisierten Vortragstermine.
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