Aus meiner Praxis...
von Dr. Alexander Meisinger
Mein Sommerurlaub ist heuer vom 3. bis 21. August. Während dieser Zeit vertritt mich in dringenden Fällen Dr. C. Abermann, der Einblick in meine Aufzeichnungen hat und Ihnen in akuten Fällen kompetent helfen kann. Ein Telefontermin kann bei Dr. Abermann am Mo, Di und Do von 09:00 bis 12:00 Uhr unter 07612/66009 vereinbart werden.
Vor kurzem habe ich meine Homepage generalsaniert. Neu ist eine Übersicht meiner Vorträge und aktueller Nachrichten aus den Bereichen Medizin, Homöopathie, Ernährung und Umweltmedizin. Unter Newsletter finden Sie alle bisher verfassten Newsletter.
Viele Babyflaschen enthalten das giftige Bisphenol A
von Dr. Alexander Meisinger
Bisphenol A, kurz BPA, gehört zu den wichtigsten Alltagschemikalien. In Form von Epoxidharzlacken wird es für die Innenbeschichtung von Konservendosen und Thermoskannen verwendet und als Bestandteil des Kunststoffes Polycarbonat kommt es in CDs, DVDs, Handys, Zahnmaterial, Plastikverpackungen und Babyflaschen aus Kunststoff vor. Beim Erwärmen oder im Kontakt mit sauren Substanzen können sich einzelne BPA-Moleküle herauslösen und in Lebensmittel oder in die Umwelt gelangen. Im menschlichen Organismus wirkt BPA ähnlich wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen.
In Tierversuchen an Mäusen und Ratten stört BPA die Embryonal- und Gehirnentwicklung, führt zu Übergewicht, verursacht Unfruchtbarkeit, Krebs und Verhaltensstörungen. Wie schädlich seine Wirkung für den Menschen ist, darüber streiten die Experten seit Monaten. Untersuchungen aus Kanada sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Kinder bis zum 18. Lebensmonat am stärksten durch diese Chemikalie gefährdet seien. Im April 2008 hat Kanada als erstes Land die Verwendung von BPA für Babyflaschen verboten. In den USA haben im März 2009 die sechs größten Hersteller von Babyflaschen angekündigt, den Verkauf von BPA-haltigen Produkten einzustellen (Washington Post).
Anders in Europa. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat 2007 sogar den Grenzwert für BPA in Lebensmittelverpackungen um das Fünffache (von 10 auf 50 Mikrogramm pro kg Körpergewicht pro Tag) angehoben. Die im Juni 2008 veröffentlichte aktualisierte EU-Risikobewertung von Bisphenol A kommt nach Bewertung der vorliegenden wissenschaftlichen Studien zu dem Schluss, dass für die europäischen Verbraucher kein Anlass zur Sorge bei sachgemäßer Verwendung von BPA-Produkten besteht. Die Studien wurden u.a. von Bayer und BASF finanziert, bedeutenden Herstellern von Bisphenol A.
Für weiteren Diskussionsstoff hat eine Forschungsarbeit über BPA gesorgt, die in der medizinischen Fachzeitschrift JAMA im September 2008 veröffentlicht wurde. Dabei wurden nicht Tiere, sondern Menschen untersucht: Bei mehr als 90 Prozent der 1500 Probanden konnte man BPA im Urin nachweisen und besonders hohe Konzentrationen der Substanz hat man bei Personen mit Leberschäden, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefunden. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht in diesem Studienergebnis keinen Grund zur Beunruhigung. Daran zweifelt wiederum das deutsche Bundesumweltamt, das bereits seit 2001 das Entfernen von BPA aus Babyflaschen und Lebensmitteldosen fordert .
Besorgniserregend sind auch die neuesten Erkenntnisse über BPA, die bei der Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Endokrinologie in Washington letztes Monat vorgestellt wurden: BPA kann das Risiko für Diabetes, neurologische Beschwerden sowie Brust- und Prostatakrebs erhöhen und bei Frauen möglicherweise zu Herzrhythmusstörungen führen, wie es Versuche an Herzmuskelzellen weiblicher Nagetiere zeigen (Ärtzewoche Juni 2009).
Wie erkennt man nun, ob eine Plastik-Babyflasche BPA-haltig ist? Wenn man die Markierungen von Babyflaschen betrachtet, so findet man häufig ein Dreieck mit einer Kennziffer. Liest man „7“ oder „PC“, dann besteht die Flasche aus Polycarbonat und enthält Bisphenol A. Diese Flaschen sind durchsichtig. Liest man hingegen „5“ oder „PP“, dann besteht diese Flasche aus Polypropylen und enthält kein Bisphenol A. Diese Flaschen sind milchig. Manchmal findet man keine Kennzeichnung – dann sollte man wohl vorsichtshalber milchige Flascherl verwenden (Recherche Dr. C. Abermann). Eine Alternative zu den Babyflaschen aus Kunststoff sind solche aus Glas, die jedoch für die Kleinen schwieriger zu halten sind und beim Runterfallen zerbrechen können.
Wie wählt ein Homöopath die Globuli aus?
von Dr. Christoph Abermann
Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, wie wir als Homöopathen aus den erzählten Symptomen entscheiden, welche Arznei - also welche Globuli - dem Patienten helfen könnten. Im Prinzip ist es eine Suche nach derjenigen Arznei unter den etwa 3500 existierenden, die zu den Symptomen und den charakterlichen Eigenheiten des Patienten nach dem Ähnlichkeitsgesetz am besten passt. Dafür benötigt man in erster Linie die Kenntnis möglichst vieler Arzneien, in zweiter Linie - da man sich die Symptome aller Arzneien nicht merken kann - helfen Nachschlagewerke (als Buch oder Computerprogramm), die Mittelwahl einzuschränken. Wenn Sie den Homöopathen also am Computer etwas arbeiten sehen während eines Gespräches, dann sucht er meist, welche der Arzneien ein erzähltes Symptom abdecken, z.B.: wenn ein Patient über Magenschmerzen morgens beim Erwachen berichtet, hier die Liste der Arzneien, die dieses Symptom heilen können:
Magen; SCHMERZEN; Allgemein; morgens; Erwachen, beim : agar., anac., cadm., carb-an., caust., con., cycl., hep., kali-c., lach., lyc., nat-m., nicc., nit-ac., petr., phos., phyt., sanic., staph., sulph.
Durch die genaue Befragung kommt man schlussendlich zu einer Auflistung mehrerer Symptome, hier ein fiktives Beispiel:

Diese Analyse setzt sich nach rechts fort mit insgesamt mehreren hundert Arzneien. Der nächste Schritt ist es zu überlegen, welche der ersten 40-50 Arzneien zu diesem Patienten und seinen Symptomen am besten passen könnte, denn nur selten ist es die in der Analyse an erster Stelle stehende Arznei, die zum jeweiligen Patienten auch insgesamt am besten "passt". Oft muss man nach der Konsultation noch in den Symptomenbeschreibungen der Arzneien nachlesen, um hier zu einer Entscheidung zu kommen. Dieses vergleichende Abwägen ist ein komplexer und auch von der Erfahrung abhängiger Vorgang, der mit einer gewissen Fehleranfälligkeit behaftet ist. So kann es vorkommen, dass die verschriebene Arznei nicht den erhofften Effekt bewirkt, wodurch dann eine neuerliche Fallaufnahme und die Verschreibung eines anderen Mittels nötig wird.
Zusatzversicherungen - ein neues Angebot
von Dr. Nikolaus Kiendl
Wir haben den von uns empfohlenen Privatarztversicherungen, die die Kosten einer homöopathische Behandlung erstatten (auf der Homepage unter "Privatversicherungen"), ein Angebot der Generali hinzugefügt und die Liste zur besseren Übersichtlichkeit mit kurzen Kommentaren versehen.
- Allianz
- +:günstigste Prämie
- -: 3 Monate Wartezeit
- Wiener Städtische
- +: keine Wartezeit
- -: etwas höhere Prämie als die Allianz
- Generali:
- +: eigentlich noch günstiger als die Allianz und keine Wartezeit
- -: kann nur in Kombination mit Krankenhaus-Taggeld abgeschlossen werden
Prinzipiell empfiehlt sich der Abschluss einer Privatarztversicherung für jene PatientInnen, die immer wieder akut krank sind und deshalb auch öfter eine homöopathische Behandlung benötigen - das sind vor allem Kinder. Bei den Versicherungen sind Kinder auch alleine versicherbar.
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